• 1934
  • 1948
  • Hintergründe

  • Plan der Pavillons in den Giardini, 1934, Archivio Storico della Biennale di Venezia – ASAC, © Fondazione La Biennale di Venezia
  • Plan der Pavillons aus dem Katalog der Biennale di Venezia 1948, Archivio Storico della Biennale di Venezia – ASAC, © Fondazione La Biennale di Venezia
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  • Der Belgische Pavillon wurde 1907 als erster Länderpavillon in den Giardini errichtet. Darauf folgten 1909 die Einweihung des Ungarischen, des Bayerischen (der unter anderem 1912 und 1938 als Deutscher Pavillon mehrfach umgebaut wurde) und des Britischen Pavillons. 1912 öffneten der Französische und der Niederländische Pavillon, wobei letzterer 1953 noch einmal neu errichtet wurde. 1914 folgte der Russische Pavillon. Nach dem ersten Weltkrieg kam 1922 der Spanische Pavillon hinzu, dessen Fassade später erneuert werden sollte. 1926 öffnete der Länderpavillon der damaligen Tschechoslowakei, 1930 der US-amerikanische und 1932 der Dänische Pavillon, der später erweitert wurde. Auch der Venezianische Pavillon wurde 1932 eingeweiht und 1938 weiter ausgebaut. Und im Jahr 1934, aus dem diese Karte stammt, waren erstmals Österreich und Griechenland mit einem Länderpavillon auf der Biennale vertreten.

  • 1948 fand die erste Biennale der Nachkriegszeit statt. Deutschland war nicht offiziell zu einer nationalen Präsentation eingeladen, der Deutsche Pavillon wurde stattdessen für eine Ausstellung über den französischen Impressionismus genutzt. Eine kleine Präsentation deutscher Künstler*innen gab es aber trotzdem: Die “Tedeschi”, die hier im Plan verzeichnet sind, wurden im zentralen Pavillon ausgestellt. Diese war Teil einer Vereinbarung zwischen dem Direktor der Bayerischen Staatsgemäldesammlung und Kommissar des Deutschen Pavillons in den Jahren 1934 und 1936, Eberhard Hanfstaengl, und dem Direktor der Biennale, Giovanni Ponti. Da Hanfstaengl wichtige Werke des Impressionismus für die Schau im Deutschen Pavillon auslieh, durfte er im Gegenzug Werke von Otto Dix, Erich Heckel, Karl Hofer, Max Pechstein, Karl Schmidt-Rottluff und anderen in der zentralen Ausstellung zeigen. 

    Mehr Informationen dazu in: Die deutschen Beiträge zur Biennale Venedig 1895–2007, hrsg. v. Ursula Zeller / ifa (Institut für Auslandsbeziehungen), Köln: Dumont, 2007.