Liam Gillick
Deutscher Pavillon
Biennale di Venezia 2009
53. Esposizione Internazionale d'Arte

Nicolaus Schafhausen
Kurator

Eva Huttenlauch
Projektleitung

Kathrin Luz
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Caroline Schneider
Wissenschaftliche Mitarbeit / Publikationen

Markus Weisbeck
Grafische Mitarbeit

Thomas Huesmann, Paul van Gennip und Witte de With Center for Contemporary Art
Technische Realisierung

Natasa Radovic
Assistenz - Venedig

Deutscher Pavillon der 53. Internationalen Kunstausstellung
La Biennale di Venezia 2009
c/o Witte de With Center for Contemporary Art
Witte de Withstraat 50
NL-3012 BR 957796
Tel. 0031(0)10 4110 144
Fax 0031 (0)10 4117 924
Die Zukunft verhält sich immer anders.
The future always acts differently.
Liam Gillick im Deutschen Pavillon Venedig 2009

Liam Gillick wird der Künstler des deutschen Beitrags zur 53. Internationalen Kunstausstellung der Biennale von Venedig sein. Kurator des Deutschen Pavillons ist Nicolaus Schafhausen, Direktor des Witte de With Center for Contemporary Art in Rotterdam.

Liam Gillick lebt und arbeitet in New York und London. Der Künstler, der seine Karriere unter anderem in Deutschland begann, hat sich schon früh mit postsozialistischen Gesellschaftssystemen und gesellschaftlichen Umbrüchen in Europa auseinander gesetzt. Sein Werk bildet die ideale Projektionsfläche für Gegenwartskunst. Seine künstlerische Praxis löst Grenzen zwischen den parallel laufenden Systemen der Kunstwelt auf und lässt sich nicht nur einer Disziplin zuordnen. Gegenstand seiner Arbeit ist das vielgestaltige Phänomen der sozialen Utopie, das Gillick in Entwürfen hypothetischer Gesellschaftsmodelle visuell und literarisch vorstellt.

Nicolaus Schafhausen: "Gillick entwickelt Gedankenmodelle mit dem Anspruch, zwischen den verschiedenen Komplexen in der gegenwärtigen Kunstlandschaft zu vermitteln und sich jenseits von binären Gegensätzen aufzuhalten. Sein Handeln als Kunstproduzent - Kritiker, Designer und bildender Künstler - erlaubt ihm, neue Fragen zu provozieren, ohne dabei zu einfachen Lösungen gelangen zu müssen. Seine Methodik ist als fortlaufender Prozess aus seiner Lebenserfahrung heraus zu verstehen.

Liam Gillick: "Meine Arbeit erfordert eine kritische Rezeption, die differenzierte Gedanken, aber auch Skepsis generiert. Ich verstehe diese Methode als anhaltenden Dialog, der eher die Frage nach Produktion als nach bloßer Repräsentation aufwirft. Ich arbeite in der Kluft zwischen Moderne und modernistischem Selbstbewußtsein. Mein Werk ist dabei sowohl abhängig vom Zufall als auch individuell gekennzeichnet."

Liam Gillick und Nicolaus Schafhausen stehen seit den späten 1980er Jahren in einem fortlaufenden Dialog. Im Vorfeld der Biennale sind zwischen November 2008 und Mai 2009 an verschiedenen Orten in Deutschland, Europa und den USA Veranstaltungen geplant, die von Künstler und Kurator gemeinsam konzipiert werden. Liam Gillick ist in diesem und im nächsten Jahr mit Einzelausstellungen in Rotterdam, Zürich und München und in Gruppenausstellungen im Stedelijk Museum, Amsterdam und im Guggenheim Museum, New York zu sehen. Für das nächste Jahr bereitet er eine Einzelausstellung am Museum of Contemporary Art in Chicago vor. - Die Ausstellung im Deutschen Pavillon entsteht im Auftrag des Auswärtigen Amts der Bundesrepublik Deutschland und wird realisiert in Zusammenarbeit mit dem Institut für Auslandsbeziehungen (ifa).
Ausstellungsdauer: 7. Juni - 22. November 2009.
Literaturhinweis
Liam Gillick: five or six
Herausgegeben von Nicolaus Schafhausen und Caroline Schneider
2000, Englisch/Deutsch, Sternberg Press
ISBN-10: 0967180260
ISBN-13: 978-0967180267



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